Chronische Muskelverspannungen

Unsere heutige bewegungsarme Gesellschaft führt zu zahlreichen Beschwerden, welche es wohl schon immer gab und welche nichtsdestotrotz wohl niemals ein derartiges Massenphänomen gewesen sind. Ein Beispiel hierfür sind chronische Muskelverspannungen, deren Ursachen nichtsdestotrotz vielfach sein können. Der folgende Text soll sich zunächst mit der krankhaften Erscheinung selbst, deren Ursachen und später auch möglichen Behandlungsmethoden auseinandersetzen.

Der Ausdruck chronisch beschreibt zunächst einen kontinuierlichen Zustand, welcher nicht durch Phasen der Besserung unterbrochen wird. Bei einer Muskelverspannung handelt es sich um eine mangelhafte Regulierungsfähigkeit des Muskels, einen adäquaten Muskeltonus aufzubauen. Aufgrund einer ständigen negativen Reizsetzung ziehen sich die jeweiligen Muskelstränge stattdessen zusammen und erzeugen den Schmerz, welcher daraufhin von der betroffenen Person empfunden wird. Eine chronische Muskelverspannung ist dabei vor allem im Rücken- und Nackenbereich zu finden. Der Schmerz, welcher in diesem Zusammenhang empfunden wird, ist dabei nur indirekt auf die chronische Muskelverspannung zurückzuführen. Vielmehr wird dieser durch weitere Elemente und Rezeptoren des aktiven und passiven Bewegungsapparat aufgenommen, welche durch die Muskelverspannung in eine Gesamtform geraten, welche als nicht optimal zu bezeichnen ist. So werden beispielsweise chronische Muskelverspannungen des Nackens und des sogenannten Kapuzenmuskels oftmals als Kopfschmerzen empfunden. Die Ursachen chronischer Muskelverspannungen können prinzipiell auf zwei Ursachen zurückgeführt werden. So ist zum einen eine ungesunde Lebensweise zu nennen, welche den Bewegungsapparat entweder unter- oder überlastet. Ein Beispiel für ersteres ist eine große Bewegungsarmut und dem Ausbleiben von sportlichen Belastungen. Die chronische Muskelverspannung tritt daraufhin einerseits durch die meist dauerhafte Sitzposition, andererseits durch die schwach ausgeprägte Stützmuskulatur ein. Die andere Variante, jene der Überlastung als ein Grund einer chronischen Muskelverspannung, ist auf dauerhafte Fehlbelastungen der Arbeitsmuskulatur zurückzuführen. So kämpfen beispielsweise professionelle Rennradfahrer häufig mit Rückenbeschwerden und chronischen Muskelverspannungen dieses Bereichs, da ein ständiger Buckel während der langen Fahrten gebildet wird und die Rückenmuskulatur zudem nur durch einen nicht immer betriebenen Ausgleichssport gekräftigt werden könnte. Andererseits ist eine genetische Disposition hierfür zu nennen. Ein Beispiel hierfür kann eine ausgeprägte Skoliose sein, welche die Muskeln bereits im vornherein vor große Belastungen stellt und eine chronische Muskelverspannung begünstigt bzw. teils sogar unumgänglich macht. Wie der Name impliziert, sind chronische Muskelverspannungen nur schwer behandelbar, da diese eben chronisch sind. Die ideale Maßnahme bietet demnach die Prävention. So sollte bereits bei kleineren Beschwerden, welche nicht nach wenigen Tagen bis Wochen verschwinden, Maßnahmen der Bekämpfung ergriffen werden. Beispiele hierfür sind ein moderates Krafttraining, Dehnübungen und Massageanwendungen. Bei bereits bestehenden chronischen Muskelverspannungen können meist nur noch Schmerztherapien auf Medikamentenbasis helfen. Andere Methoden, beispielsweise die Magnetfeldtherapie, sind in ihrer Wirkungsweise gegen chronische Muskelverspannungen bisher nicht medizinisch belegt.

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