Kraft für Ihr Knie

Bänder, Sehnen und Muskeln umspannen das Knie. Wenn diese Komponenten Schaden erleiden, können Schlüsselloch-Eingriffe und gezieltes Aufbautraining das Schlimmste verhindern.

Knapp 110.000 Binnenschädigungen des Kniegelenks wurden laut dem statistischen Bundesamt 2009 gemessen. Diese können auf der dauernden Beanspruchung im Lauf eines langen Lebens oder auf einzelnen Ergeignissen wie einem Unfall beruhen. Am häufigsten ist dabei die Sportverletzung. Fußball führt unangefochten die Spitze an.

Orthopäden haben in den letzten Jahren einige Fortschritte erzielt. Das vordere Kreuzband, welches in der Regel schlecht heilt, kann durch einen Teil einer Sehne ersetzt werden, die Belastung reicht dann wieder für Profisportler aus. Auch bei Meniskusrissen werden nur noch winzige Schnitte gemacht. Offene Operationen sind die absolute Ausnahme, sie werden in der Regel nur noch bei Knieprothesen oder Knochenbrüchen angewandt.

Mit am schwierigsten gestaltet sich ein Kreuzbandriss, hier ist intensives Mitwirken des Patienten erforderlich um einen kompletten Heilungsprozess durchzuführen. Entweder man stabilisiert das Knie mit Hilfe von Krankengymnastik oder der Orthopäde ersetzt das gerissene Band durch eine körpereigene Sehne. Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an. Das Alter ist nicht mehr am wichtigsten, vielmehr kommt es auf das biologische Alter des Patienten an. Wenn das Knie ansonsten gesund ist, kann man die OP sogar bei 60+ jährigen machen.

Noch ein hilfreicher Tipp: Bei akuten Verletzungen am Knie sollte das Knie zunächst beruhigt werden. Das heißt: Bandagen und Kühlpackungen. Vermehrte Belastung ist dringenst zu vermeiden, damit die Entzündung bzw. Schwellung abklingen kann.

kniegelenk

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